
Die Ich-Botschaft gehört als Kommunikationstool ins Handgepäck jeder Führungskraft. Sie ist die beste Methode, Gedanken und Empfindungen zum Ausdruck zu bringen, heikle Situationen zu entschärfen, etwaige Konflikte konstruktiv anzugehen und eigene Fehler einzugestehen.
Wenn es mal richtig schwierig wird in der Kommunikation, dann sagen Sie einfach, wie es Ihnen selbst gerade geht. Das nennt man eine Ich-Botschaft. Gefühle und damit die eigene potenzielle Verletzlichkeit zu zeigen, heißt: Abschied nehmen vom Supermann-Image der Führungskraft – und Mut. Doch gerade damit öffnet man Tür und Tor für einen wahrhaftigen, fruchtbaren Dialog – vor allem bei Mitarbeitern, die gerne mauern.
Ich-Botschaften fördern den Dialog und das Einlenken
Heikle Situationen und etwaige Konflikte lassen sich mit einer Ich-Botschaft sanfter ansprechen. Mit ihr lässt sich etwa die Besorgnis über eine negative Entwicklung zum Ausdruck bringen, ohne direkt zu konfrontieren. Ich-Botschaften fördern den Dialog, die Kooperation und das Einlenken. Sie klingen zum Beispiel so:
- Kann ich Ihnen meine Idee erläutern?
- Es freut mich, dass wir uns einig sind.
- Was ich mir von Ihnen wünsche, ist folgendes …
- Ich wäre Ihnen außerordentlich dankbar, wenn …
- Hätte ich meine Erwartungen klarer kommunizieren müssen?
- Mir ist bewusst geworden, dass …
- Was ich hätte beachten müssen …
- Ich glaube, ich hätte da besser zuhören müssen.
- Ich habe das Gefühl, dass wir uns im Kreis drehen.
- Ich möchte das noch genauer verstehen.
- Gibt es da etwas, was ich wissen sollte?
- Ich war verärgert, weil …
- Ihr Hinweis hat mir sehr geholfen.
- Ich habe ein ungutes Gefühl, wenn …
- Ich sehe Ihnen doch an, dass … , also raus damit!
- Ich bin aufgebracht darüber, dass …
- Ich bin mittlerweile mit meinem Latein am Ende.
- Ich kann Ihr Verhalten so nicht akzeptieren.
- Habe ich Ihnen das sagen dürfen?
So drücken Sie mithilfe von Ich-Botschaften eigenen Gefühle, subjektive Wahrnehmungen, Erwartungen, Vorstellungen und Wünsche aus. Anstatt sich im Pingpong gegenseitiger Angriffe und Beschuldigungen zu verheddern, schaffen Sie Raum für eine konstruktive Lösung des Gesprächs.
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