
Wenn Erwartungen nicht erfüllt werden, wenn ich ein bestimmtes Verhalten nicht akzeptieren kann oder will, oder wenn ich selbst einen Konflikt mit dem Partner habe, dann ist es mir möglich ihm in Form der sogenannten „Ich-Botschaften“ mitzuteilen, dass ich auch jemand bin, der Gefühle hat, der verärgert, enttäuscht oder verletzt sein kann.
Bei der Ich-Botschaft bekommt der andere eine Information darüber, was in mir vorgeht. Ich drücke mein Gefühl direkt aus und unterstreiche meine Empfindungen durch Mimik und Gestik. Der andere empfängt eine eindeutige Botschaft.
Es gehören Mut und innere Sicherheit dazu, Ich-Botschaften zu senden und so in einer Beziehung meine inneren Empfindungen zu offenbaren. Doch wenn ich riskiere, mich auf eine offene, symmetrische Kommunikation einzulassen, so entsteht eine echte zwischenmenschliche Beziehung.
Gefahren bei der Anwendung von Ich-Botschaften
Ich-Botschaften werden dann missbraucht, wenn wir sie als versteckte Du-Botschaften dazu benutzen, den Partner zu manipulieren und alles an ihm zu verändern, was wir nicht mögen, was nicht unseren Vorstellungen entspricht. Versteckte wie offene Du-Botschaften werden vom Partner als nicht annehmbar empfunden. Er fühlt sich schuldbewusst und wird Widerstand gegen Beschuldigungen und fertige Lösungen entwickeln. Er wird herausgefordert, uns anzugreifen oder sich später zu rächen.
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