Mitgefühl und Empathie

Mitgefühl 

bedeutet, sich in die andere Menschen hinein zu versetzen und - auch in tätiger Nächstenliebe und Unterstützung ("Wohltätigkeit") mit zu fühlen. Mitgefühl äußert sich im Zuhören, im Vergeben von kleinen Unfreundlichkeiten und Kränkungen. Mitgefühl drückt sich aus in tröstenden Worten, Umarmungen und dem Wunsch, anderen zu helfen, aus. Im Deutschen wird gerne unterschieden zwischen Mitleid und Mitgefühl. Andere Sprachen machen hier keinen Unterschied.


Mitgefühl ist die Fähigkeit, mit einem anderen Menschen zu fühlen, ohne ganz in das Leid des anderen mit hineingezogen zu werden. Mitgefühl spielt in allen spirituellen Traditionen und Religionen als Ausdruck spiritueller Erfahrung eine große Rolle. Umgekehrt verhilft die Kultivierung von Mitgefühl zu Herzöffnung, Bewusstseinserweiterung, zu spiritueller Verwirklichung.


Empathie 

bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft, Gedanken, Emotionen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen und zu verstehen. Zur Empathie gehört auch die Reaktion auf die Gefühle anderer Menschen, wie zum Beispiel Mitleid, Trauer, Schmerz oder Hilfsimpuls. 

Grundlage der Empathie ist die Selbstwahrnehmung; je offener man für seine eigenen Emotionen ist, desto besser kann man die Gefühle anderer deuten. Empathie spielt in vielen Wissenschaften und Anwendungsbereichen eine fundamentale Rolle, von der Kriminalistik über die Politikwissenschaft, Psychotherapie, Psychologie, Physiologie, Physiotherapie, Pädagogik, Philosophie, Sprachwissenschaft, Medizin und Psychiatrie bis hin zum Management oder Marketing.

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